Archiv für die Kategorie „Musikwerkstatt“

PostHeaderIcon Nun rockt’s auch aus der Konserve 15/4/04

VON ANDREA ANSTÄDT

REUTLINGEN. Wer die »Soul­hos­sas« schon ein­mal live erlebt hat, wird die Band nicht mehr so schnell ver­ges­sen. Nicht nur, dass man sel­ten Musi­ker mit geis­ti­ger Behin­de­rung auf der Bühne erlebt, nein, man kriegt auch Sän­ger und Strah­le­mann Harald Beck nicht mehr aus dem Gedächt­nis, der Lust und Spaß pur auf der Bühne vermittelt.

Nun rockt's auch aus der Konserve

Zwei Bands, ein Pro­jekt - und neu­er­dings auch auf CD ver­eint: »Skylla« und »Soul­hos­sas«. FOTO: ANSTÄDT

Zu hören sind die »Soul­hos­sas« nun auch aus der Kon­serve. Gemein­sam mit der Mäd­chen­band »Skylla« haben sie ihre erste CD mit dem Titel »Rock Relaxt« auf­ge­nom­men. Am Mon­tag, 19. April, steigt im Nepo­muk die Release-Party, in der die CD erst­mals vor­ge­stellt wird.
Schön bunt und ziem­lich pro­fes­sio­nell kommt schon die Hülle daher. Für den klang­li­chen Inhalt haben die »Soul­hos­sas«, beste­hend aus fünf Men­schen mit geis­ti­ger Behin­de­rung und zwei »Anlei­tern«, und »Skylla« eine Woche lang in den Faschings­fe­rien im Stu­dio ver­bracht. Eine tolle Erfah­rung, wie Schlag­zeu­ger »Matze« Mat­thias Stöckl fin­det. »Wir haben gut im Stu­dio gear­bei­tet und die Mäd­chen haben gut gesungen.«

19 000 Euro von Aktion Mensch

Sän­ger Harald Beck musste sich aller­dings bei den Auf­nah­men etwa ein­schrän­ken. »Frü­her haben die Stü­cke so lange gedau­ert, bis er meinte, mit dem Text durch zu sein«, stellte Biggi Neu­ge­bauer lächelnd fest, die den Bass spielt und das Musik­pro­jekt der Kulturwerkstatt lei­tet. »Unsere Songs haben mitt­ler­weile aber doch fes­tere Struk­tu­ren bekommen.«

Viel hat sich seit Februar 2000 getan, als das Pro­jekt »Rock through the Bar­ri­ca­des« zunächst ein­mal als Test­luft­bal­lon gestar­tet wurde. Mitt­ler­weile wird es sogar von der Aktion Mensch mit 19 000 Euro geför­dert. Nur mit die­ser Summe im Hin­ter­grund habe sich auch die CD-Produktion ver­wirk­li­chen las­sen, »die wirk­lich sehr teuer war«, wie Biggi Neu­ge­bauer erklärte.

Ziel des Pro­jekts ist es zum einen, die Jugend­li­chen und jun­gen Erwach­se­nen mit Behin­de­rung in eine Frei­zeit­be­schäf­ti­gung mit gro­ßer öffent­li­cher Wir­kung zu inte­grie­ren, zum ande­ren aber auch der direkte Kon­takt mit »Skylla«, um den inte­gra­ti­ven Aspekt noch zu erweitern.

Die Mäd­chen wie­derum haben sich gerne auf das Expe­ri­ment ein­ge­las­sen. »Wir ler­nen gegen­sei­tig von­ein­an­der und auch, auf den ande­ren ein­zu­ge­hen«, sagt »Paule« Pau­lina Kam­mer­lo­cher. »Skylla« selbst haben sich dem Alternativ-Rock ver­schrie­ben und ihren »total eige­nen Stil« gefun­den, wie Bas­sis­tin Rosa Ste­cher stolz fest­stellt. Wie die »Soul­hos­sas« schrei­ben auch sie ihre Lie­der selbst.

Beide Bands freuen sich schon sehr auf den Auf­tritt im Reut­lin­ger Kul­tur­café Nepo­muk, wo sie sich auch mal einer ande­ren Öffent­lich­keit prä­sen­tie­ren kön­nen. Die Party wird ab 20.30 Uhr mit »Grie­vance«, einer wei­te­ren Band der Kulturwerkstatt, eröff­net. Die fünf Jungs spie­len eine Mix aus Punk­rock und Bal­la­den. (GEA)

Ori­gi­nal­ar­ti­kel erschie­nen am 15.04.2004 im Reut­lin­ger Generalanzeiger.

PostHeaderIcon »Bald können wir die nicht mehr ohne Eintritt hören« 27/7/06

REUTLINGEN. »Seid ihr alle bereit?« Bruno gibt am Schlag­zeug den Takt vor. »Ja«, schallt es zurück. »Die Steini’s« haben in der Kin­der­ta­ges­stätte Stein­en­gra­ben­straße ihren ers­ten Auf­tritt, zusam­men geübt haben sie zehn Mal, die meis­ten hat­ten vor­her noch nie ein Instru­ment gespielt.

Ori­gi­nal­ar­ti­kel erschie­nen am 27.07.2006 im Reut­lin­ger Generalanzeiger.

PostHeaderIcon Vier Mädchen geben popig-rockig den Ton an 31/1/04

Musikwerkstatt - Sie­ben Lie­der haben Pink Lemon bereits auf­ge­nom­men, ein Album ist in Arbeit

REUTLINGEN. In der Reut­lin­ger Musikwerkstatt im Haus der Jugend wurde die Band Pink Lemon im Jahr 2001 gegrün­det. Den fet­zi­gen Namen hat Sän­ge­rin Linda mit­ge­bracht, die erst vor kur­zem in die Band ein­ge­tre­ten ist, und beim Inter­view mit den ZmS-Reporterinnen ner­vös am Bass zupft. Sie hat den Namen in einem Pro­spekt ent­deckt.
Linda, Silke, Annika und Vanessa sind zwi­schen 15 und 17 Jahre alt. Die Mäd­chen kamen bei einem Work­shop zusam­men, der neue Mäd­chen­bands suchte, da bis­lang nur Jungs und Män­ner in der Musikwerkstatt spiel­ten. Bei dem Work­shop kamen gleich meh­rere Bands zusam­men, danach för­derte die Musikwerkstatt haupt­säch­lich Mäd­chen­bands. »Wei­ter lesen

PostHeaderIcon Schräge Hossas und laute Mädchen 18/11/03

REUTLINGEN. Im Rah­men von »Café Luna« im Haus der Jugend woll­ten rund 150 Besu­cher die von der Musikwerkstatt geför­der­ten Nach­wuchs­bands »Grie­vance«, »Soul­hos­sas und Skylla« und das Balin­ger Duo »Sin Embargo« sehen. Für die fünf Jungs von Grie­vance, die jetzt seit einem Jahr zusam­men spie­len, bedeu­tete das den ers­ten Auftritt.

Ori­gi­nal­ar­ti­kel erschie­nen am 18.11.2003 im Reut­lin­ger Generalanzeiger.

PostHeaderIcon Die Stärken stehen im Mittelpunkt 1/10/03

REUTLINGEN. »Schwin­gun­gen und Stim­mun­gen« nennt sich das Pilot­pro­jek­tes - wenn die­ses Expe­ri­ment Schule macht, wird die Reut­lin­ger Pop- und Rock­szene noch Eini­ges hören von Bands, deren Musi­ker mit einer Beein­träch­ti­gung leben müs­sen. Zur­zeit berei­tet sich unter Anlei­tung der Musikwerkstatt die Gruppe »Abnor­mal« auf ihren Auf­tritt im Haus der Jugend vor. Für das Pro­jekt gibt es ein­ein­halb Jahre lang eine Unter­stüt­zung in Höhe von ins­ge­samt 10 000 Euro von der Lan­des­stif­tung Baden-Württemberg.

Ori­gi­nal­ar­ti­kel erschie­nen am 01.10.2003 im Reut­lin­ger Generalanzeiger.

PostHeaderIcon Flotte Töne statt vieler Worte 3/7/03

Rockiger Sound im »Haus der Jugend«: Wenn Anastasia, Nadeschda, Viktoria und Svetlana (von links) im Probenkeller spielen, ist das für sie ein Stück Integration. Betreuerin Birgit Neugebauer (am Schlagzeug) wertet das Projekt Spätaussiedlerinnen-Band als feinen Erfolg und hofft auf Fördermittel. FOTO: MARKUS NIETHAMMERREUTLINGEN. Als Ana­st­asia, Nade­schda, Vik­to­ria und Svet­lana vor weni­gen Mona­ten aus Kasachs­tan nach Reut­lin­gen kamen, war das für sie ein Sturz ins Boden­lose. Ohne Sprach­kennt­nisse und ohne Freunde, dafür mit aller­lei dif­fu­sen Hoff­nun­gen, Ängs­ten und Zwei­feln im Gepäck, »lan­de­ten« sie mit ihren Fami­lien im Spätaussiedler- Überg­angs­heim, nicht wis­send, was die Zukunft brin­gen wird.

Rocki­ger Sound im »Haus der Jugend«. FOTO: MARKUS NIETHAMMER

Ori­gi­nal­ar­ti­kel erschie­nen am 03.07.2003 im Reut­lin­ger Generalanzeiger.

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