Dr. Marc Coester 1. Vorstand

Dr. Marc Coes­ter
1. Vor­stand

 

Sie lesen wei­ter?

In der moder­nen Medi­en­welt benö­tigt man Auf­merk­sam­keit und die­se defi­niert sich meist über die Schlag­zei­len.
Auch die Kulturwerkstatt kennt das und stellt daher wich­ti­ge und aktu­el­le Nach­rich­ten an meh­re­ren Stel­len zur Ver­fü­gung. Bevor ich hier­auf ein­ge­he aber kein Sor­ge: Tat­säch­lich möch­te ich auch über Doping in der Kulturwerkstatt schrei­ben. Dazu gleich mehr.


Seit­dem ich ent­fernt von Reut­lin­gen lebe und nur noch weni­ge Male im Jahr phy­sisch anwe­send in der Kulturwerkstatt sein kann, bin ich ange­wie­sen auf und froh über die digi­ta­len Zugän­ge zu allen Aktio­nen, Pro­jek­ten, Work­shops, Kon­zer­ten, Aus­stel­lun­gen, Geschich­ten und Ent­wick­lun­gen aus den Werk­statt­be­rei­chen Com­pu­ter, Musik und Video. Die Kulturwerkstatt hat sich schon früh – Anfang der 1990er Jah­re – ver­netzt und medi­en­tech­nisch auf­ge­stellt. Neben der tra­di­tio­nel­len Pres­se­ar­beit mit und in den Print­me­di­en spielt heu­te das Infor­ma­ti­ons­ma­nage­ment im Inter­net eine bedeu­ten­de Rol­le. Laut Stu­di­en bezie­hen die Men­schen ihre Nach­rich­ten und Infor­ma­tio­nen im stei­gen­den Maße aus digi­ta­len Quel­len – nicht nur die tra­di­tio­nel­len Zei­tungs­häu­ser kön­nen hier­von ein Lied sin­gen. Dank einer über­sicht­li­chen und über­ar­bei­te­ten Web­site kön­nen die Nach­rich­ten von www.kulturwerkstatt.de mit­tels RSS-Feed abon­niert und bei Ver­öf­fent­li­chung zeit­nah mit­ge­le­sen wer­den. Da die ein­zel­nen News außer­dem aus einer anspre­chen­den Mischung von Tex­ten, Bil­dern und/oder Vide­os kurz und prä­gnant, frech und lus­tig gestal­tet sind, macht das Ver­fol­gen beson­ders viel Spaß. Für alle Inter­es­sier­ten emp­feh­le ich daher den Klick auf das oran­ge­ne RSS-Sym­bol am Sei­ten­en­de unse­rer Web­site. Für die Genera­ti­on Face­book gibt es dar­über hin­aus die obli­ga­to­ri­sche Kulturwerkstatt-Prä­senz, die sich den Platz seit­her mit etwa einer Mil­li­ar­de wei­te­rer Nut­zer teilt. Ob man will oder nicht: Die Welt ist ver­netzt. Soll­ten Sie die Kulturwerkstatt auf Face­book ent­de­cken und besu­chen, wür­den wir uns über ein »Gefällt mir« freu­en. So drückt sich heu­te digi­ta­les Lob und Zunei­gung aus…
Davon abge­se­hen ist es schön, dass die Kulturwerkstatt in ihrer täg­li­chen, päd­ago­gi­schen Arbeit noch den guten alten ana­lo­gen mensch­li­chen Umgang mit­ein­an­der pflegt und nicht ver­lernt hat. Die fast 50 News aus 2012 zei­gen ein brei­tes Spek­trum an Ange­bo­ten für unter­schied­lichs­te Ziel­grup­pen aus Musik-, Com­pu­ter- und Video­werk­statt. Was mir hier­bei beson­ders auf­fällt ist die Begeis­te­rung bei Teilnehmer/innen und Anleiter/innen, mit der die Ange­bo­te wahr­ge­nom­men und umge­setzt wer­den. Die moder­ne Hirn­for­schung zeigt, dass Begeis­te­rung die emo­tio­na­len Hirn­zen­tren sti­mu­liert und es damit zu grö­ße­rem Wachs­tum wich­ti­ger Ner­ven­zell­ver­bän­de kommt, die wie­der­um für die Fes­ti­gung und Sta­bi­li­sie­rung der Netz­werk­ver­knüp­fun­gen im Gehirn zustän­dig sind. Gerald Hüt­her, renom­mier­ter Neu­ro­bio­lo­ge und Hirn­for­scher, sagt hier­zu: »Das Gehirn ent­wi­ckelt sich so, wie und wofür es mit Begeis­te­rung benutzt wird.« Die Ange­bo­te der Kulturwerkstatt wol­len genau das: in der päd­ago­gi­schen Arbeit bei den Teilnehmer/innen die Begeis­te­rung för­dern, um damit (wenigs­tens als posi­ti­ven Neben­ef­fekt) den oben genann­ten Kreis­lauf anzu­re­gen. Hüt­her nennt die Begeis­te­rung in die­sem Zusam­men­hang dann auch »Selbst­do­ping für das eige­ne Gehirn.« In die­sem Sin­ne: Ja, die Kulturwerkstatt betreibt Doping!