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MENTOR booked by St. Loreto

Es ist Frei­tag der 2. Juni 2017. Vol­ler Vor­freu­de und etwas auf­ge­regt machen sich Fatih Kara­b­u­run, Oumai­ma Sou­krat und Mira Wun­der­lich um 6:30 Uhr auf den Weg nach Schwä­bisch Gmünd ans St. Lore­to. Dort war­ten 17 wiss­be­gie­ri­ge Schüler_innen auf sie. Die­se wol­len im Rah­men einer Pro­jekt­wo­che zu inter­kul­tu­rel­ler Päd­ago­gik am heu­ti­gen Tag etwas über den Islam in Deutsch­land erfah­ren. Der Unter­schied zu bis­he­ri­gen MEN­TOR-Work­shops: Die­ses Mal sind es Erzieher_innen in Aus­bil­dung und ü20 - eine abso­lu­te Neu­heit im MEN­TOR-Kos­mos.

Den Ein­stieg des sechs stün­di­gen The­men­ta­ges gestal­tet Mira Wun­der­lich mit einem kur­zen the­ma­ti­schen Input zu Islam­feind­lich­keit. Oumai­ma Sou­krat wid­met sich den Basics des isla­mi­schen Glau­bens und Fatih Kara­b­u­run been­det den theo­re­ti­schen Teil mit einem Vor­trag zu Sala­fis­mus und Isla­mis­mus. Gemein­sam mit den Schülern_innen wur­de zwi­schen den ein­zel­nen The­men­blö­cken in span­nen­den Dis­kus­sio­nen erör­tert, was man tun kann, wenn ein Kind wegen sei­nes reli­giö­sen Glau­bens aus­ge­grenzt wird und was man tun kann, dass so etwas gar nicht erst pas­siert. Aber auch die ande­re Sei­te bekam genü­gend Raum: Die Gefahr der Radi­ka­li­sie­rung isla­mi­scher Jugend­li­cher. Was sind ers­te Anzei­chen? An wen kann man sich wen­den? Wie kann man selbst hel­fen?

Der The­men­tag endet mit der Vor­stel­lung – und natür­lich dem Aus­pro­bie­ren von spie­le­ri­schen Metho­den, die zur Selbst-, sowie Gesell­schafts­re­fle­xi­on anre­gen.

Durch das gro­ße Inter­es­se der Schüler_innen wur­de die­ser Work­shop nicht nur für die ange­hen­den Jugend- und Heimerzieher_innen des St. Lore­to ein span­nen­der und infor­ma­ti­ver Tag. In glei­chem Maße konn­ten auch die Referent_innen pro­fi­tie­ren und aus den Erzäh­lun­gen der Teilnehmer_innen vie­le Anre­gun­gen für neue Pro­jek­te und Brenn­punk­te her­aus­fil­tern.