Koope­ra­ti­on Zusam­men­ar­beit von IB-Bil­dungs­zen­trum und Edu­ard-Spran­ger-Schu­le ermög­licht Abschluss

REUTLINGEN. Die Koope­ra­ti­on zwi­schen dem IB-Bil­dungs­zen­trum und der Edu­ard-Spran­ger-Schu­le Reut­lin­gen zeigt wei­ter Erfol­ge: Zum zwei­ten Mal wur­de eine Abschluss­klas­se »ins Leben ent­las­sen«. Die 15 jun­gen Migran­ten sind vor zwei bis drei Jah­ren aus zwölf ver­schie­de­nen Län­dern im Kreis Reut­lin­gen ange­kom­men. Nach dem ers­ten Sprach­kurs in der Vor­be­rei­tungs­klas­se der Edu­ard-Spran­ger-Schu­le stand den Jugend­li­chen der Weg in die Koope­ra­ti­ons­klas­se offen: Hier hat­ten sie in den ver­gan­ge­nen zwei Schul­jah­ren Gele­gen­heit, sich auf den Haupt­schul­ab­schluss vor­zu­be­rei­ten.
Im IB-Bil­dungs­zen­trum erhiel­ten sie außer­dem fach­prak­ti­schen Unter­richt in ver­schie­de­nen Berufs­fel­dern wie Gar­ten­bau, Holz oder Haus­wirt­schaft. Die Jugend­li­chen hat­ten in vie­len Pro­jek­ten, unter ande­rem in Zusam­men­ar­beit mit der Kulturwerkstatt, Gele­gen­heit, sich per­sön­lich und in der Grup­pe zu ent­wi­ckeln und gleich­zei­tig ihre neue Hei­mat unter kul­tu­rel­len oder sport­li­chen Aspek­ten bes­ser ken­nen zu ler­nen.

So prä­sen­tier­ten die Jun­gen zur Abschluss­fei­er mit Stolz gleich drei Poka­le, die sie im Ver­lauf des ver­gan­ge­nen Schul­jahrs errun­gen hat­ten: Im Herbst war in Stutt­gart bei »Sport gegen Spal­tung und Ras­sis­mus« der Fair­ness-Cup des Tur­niers an sie gegan­gen. Anfang Juli war dann der Traum geglückt: Beim Fuß­ball­tur­nier der Bru­der­haus-Dia­ko­nie in Münsin­gen gin­gen sie als Sie­ger vom Platz.

Unter­stützt wird die erfolg­rei­che Arbeit mit den jun­gen Män­nern und Frau­en vom Jugend­mi­gra­ti­ons­dienst, der eine Segel­frei­zeit am Boden­see ermög­lich­te, aber auch bei Eltern­ge­sprä­chen dol­metscht oder bei Bewer­bun­gen und Schul­an­mel­dun­gen tat­kräf­tig mit hilft. Die­se inten­si­ve Betreu­ung för­dert den Inte­gra­ti­ons­pro­zess der Fami­li­en und der Jugend­li­chen.

Die Jugend­li­chen nutz­ten die Ange­bo­te opti­mal für sich: Rund 70 Pro­zent gehen in eine wei­ter­füh­ren­de Schu­le oder haben einen Aus­bil­dungs­ver­trag. Die ande­ren wer­den sich über wei­ter­füh­ren­de Maß­nah­men mit ihren Berufs­wün­schen und -mög­lich­kei­ten aus­ein­an­der­set­zen.

Für das bes­te Abschluss­zeug­nis gab es in die­sem Jahr gleich vier Prei­se: Ismail Ücbu­dak, Maria Knya­ze­wa, Alex Asa­vi und Lamin Sawo schaff­ten ihren Haupt­schul­ab­schluss mit einem Gesamt­no­ten­durch­schnitt von 2,1. (pr)

Ori­gi­nal­ar­ti­kel erschie­nen am 28.07.2009 im Reut­lin­ger Gene­ral­an­zei­ger.