MÜNSINGEN. Ein Instru­ment so rich­tig von Grund auf spie­len gelernt hat kei­ner der jun­gen Leu­te, die ein­mal die Woche zu Simon Mad­aus ins Jugend­haus »Can­ber­ra« ins Münsin­ger Kirch­tal kom­men. Den­noch ent­lo­cken sie der E-Gitar­re, dem Bass, Schlag­zeug und Key­board, die der Musi­ker aus der Reut­lin­ger Kulturwerkstatt jeweils don­ners­tags in sei­nem »Musik­mo­bil« zu den Pro­ben auf die Alb mit­bringt, längst die rich­ti­gen Töne, die zusam­men genom­men eine tol­le Musik erge­ben. Gemein­sa­me Musik zu machen, gilt für den ange­hen­den Diplom-Päd­ago­gen als mög­li­ches Erfolgs­re­zept für eine gelin­gen­de Inte­gra­ti­on. Denn bei den jun­gen Leu­ten, deren Bands mit auf sei­ne Initia­ti­ve hin ent­stan­den sind, han­delt es sich haupt­säch­lich um Spät­aus­sied­ler, die jetzt Gele­gen­heit haben, auch mal vor ein­hei­mi­schem Jugend­li­chen auf­zu­tre­ten und so leich­ter Anschluss zu fin­den, an das, was hier läuft.

Ori­gi­nal­ar­ti­kel erschie­nen am 11.06.2005 im Reut­lin­ger Gene­ral­an­zei­ger.